Wenn Freundschaft auf einer anderen Frequenz sendet

Über Dissonanzen, Missverständnisse und was wir tun können
Langjährige Nähe. Gemeinsame Geschichte. Und dann dieses Gefühl, sich nicht mehr richtig zu erreichen.
Worte kommen schief an. Schweigen wird missverstanden. Gespräche werden schwerer, der Humor trägt nicht mehr.
Vielleicht ist es dann Zeit, ehrlich hinzuhören: Was hat sich bei mir verändert? Was sende ich – bewusst oder unbewusst?
Wenn wir unser eigenes Erleben teilen, statt zu analysieren oder zu bewerten, entsteht Raum. Für Verständnis. Für Verbindung. Und manchmal auch für Abstand.
Abstand ist kein Scheitern. Er kann Selbstschutz sein. Ehrlichkeit. Respekt vor den eigenen Grenzen.
Nicht jede Dissonanz bedeutet das Ende. Manche sind Einladungen, genauer hinzuhören – sich selbst und dem anderen gegenüber. Und manchmal liegt die größte Wertschätzung darin, eine Freundschaft in ihrer veränderten Form anzunehmen.
Weniger Übereinstimmung vielleicht. Aber mehr Wahrheit. Auch das ist Nähe.
Nur auf einer anderen Frequenz.